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Frau hält sich die Stirn mit geschlossenen Augen, zeigt Anzeichen von Stress oder Kopfschmerzen, blondes Haar, Sonnenlicht.Können Zahnprobleme Migräne auslösen?

Eine Migräne geht meist mit starken Schmerzen und vielen weiteren unan­ge­nehmen Symptomen einher. Warum Ihnen viel­leicht auch Ihr Zahn­arzt weiter­helfen kann, lesen Sie in diesem Beitrag.

Was ist eigentlich eine Migräne?

Die Migräne stellt ein komplexes Krank­heits­bild dar. Hierbei kann es zu anfalls­ar­tigen, ein- oder zwei­sei­tigen Kopf­schmerzen kommen. Aber auch Übel­keit, Erbre­chen und Durch­fall sowie Licht- und Lärm­emp­find­lich­keit, verschwom­mene Sicht und Augen­flim­mern können Symptome sein. Nicht zuletzt können Schwindel, Benom­men­heit und Verwirrt­heit auftreten.

Migräne-Atta­cken können Ihren Alltag stark beein­träch­tigen und über Stunden andauern. Aber warum treten sie über­haupt auf?

Migräne durch falschen Biss?

Welche Ursa­chen genau sich hinter einer Migräne-Attacke verbergen, konnte wissen­schaft­lich leider noch nicht voll­ständig geklärt werden. Klar ist aber: Die Gesund­heit Ihrer Zähne und Ihres Kauap­pa­rats können sich sehr wohl auf die Gesund­heit Ihres ganzen Körpers auswirken – und so lohnt sich auch, wenn Sie unter regel­mäßig wieder­keh­renden Migräne-Atta­cken leiden, ein Blick in Ihre Mundhöhle!

Denn auch Funk­ti­ons­stö­rungen, die Ihre Zähne, Kiefer­ge­lenke oder die Kaumus­ku­latur betreffen, können eine Ursache für chro­ni­sche Kopf­schmerzen darstellen. Meist ist in diesem Zusam­men­hang die Rede von der Cranio­man­di­bu­lären Dysfunk­tion (CMD). Diese kann unter anderem Kiefer‑, Kopf‑, Nacken‑, Rücken‑, Augen- und Ohren­schmerzen verur­sa­chen und sogar Schwindel und Ohrge­räu­sche hervorrufen.

Ursachen einer CMD

Ihre Zähne, Kiefer­kno­chen und ‑gelenke sowie Muskeln und Nerven sind perfekt aufein­ander abge­stimmt und bilden als Kauap­parat ein hoch­kom­plexes System, das sehr empfind­lich auf jede Art von Verän­de­rung reagiert.

Treten in diesem System nun Störungen des Gleich­ge­wichts auf – zum Beispiel durch Kiefer- und Zahn­fehl­stel­lungen, fehlende Beißer, schlecht ange­passten Zahn­ersatz oder auch abge­schlif­fene Kauflä­chen durch Zähne­knir­schen, versucht Ihr Körper auto­ma­tisch, das Ungleich­ge­wicht auszugleichen.

Dadurch werden die umlie­genden Muskeln dann sehr stark und ungleich­mäßig belastet und es kommt zu Verspan­nungen und Fehl­funk­tionen. Diese dehnen sich nun weiter aus und können viele verschie­dene Beschwerden – unter anderem Kopf­schmerzen oder auch eine Migräne – begüns­tigen und hervorrufen.

Zähne und Migräne

Auch wenn sich die Wissen­schaft über die genauen Ursa­chen einer Migräne noch nicht voll­ständig im Klaren ist, kann sich ein Termin bei Ihrem Zahn­arzt durchaus lohnen, wenn Sie unter regel­mäßig wieder­keh­renden Migräne-Atta­cken, Kopf‑, Nacken- oder Rücken­schmerzen leiden. Dies gilt insbe­son­dere dann, wenn Sie gleich­zeitig weitere Beschwerden oder Schmerzen in Ihrem Mund- und Kiefer­be­reich bemerken sollten.

Ihr Zahn­arzt wird Sie gründ­lich unter­su­chen, abklären, ob funk­tio­nelle Störungen des Kauor­gans als mögliche Ursache für Ihre Beschwerden in Frage kommen, und – falls dies zutrifft – die der CMD zugrun­de­lie­genden Probleme fach­ge­recht behandeln.

So können zum Beispiel Fehl­stel­lungen korri­giert, schlecht­sit­zender Zahn­ersatz ausge­tauscht oder eine Aufbiss­schiene ange­fer­tigt werden. Auf diese Weise kann dann auch Ihre Zahn­arzt­praxis dazu beitragen, dass das Gleich­ge­wicht in Ihrem Kausystem wieder­her­ge­stellt wird und die Häufig­keit von Kopf­schmerz- und Migräne-Atta­cken abnimmt.

Noch mehr inter­es­sante Infor­ma­tionen zum Thema finden Sie auch in unseren Blog-Beiträgen „Wenn Zähne Kopf­schmerzen auslösen: Ursa­chen und Behand­lung“ und „Wie sich kranke Zähne auf Ihre Allge­mein­ge­sund­heit auswirken können“.

Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie gleich einen Termin verein­baren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

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