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Ist Kohlensäure schlecht für die Zähne?

Kohlen­säure ist in vielen Getränken enthalten – von reinem Spru­del­wasser über Soft­drinks und Schorlen bis hin zu alko­ho­li­schen Getränken. Aber wie schäd­lich ist sie eigent­lich für unsere Beißer?

Hand hält Glas mit sprudelndem Wasser, Sonnenlicht im Hintergrund.

Was ist Kohlensäure?

Wenn Kohlen­di­oxid in Wasser gelöst wird, reagiert ein kleiner Teil davon im Wasser zu Kohlen­säure. Der Groß­teil bleibt hingegen als gelöstes Gas vorhanden.

Kohlen­säure kann dabei zum einen durch vulka­ni­sche Akti­vi­täten in natür­li­chem Mine­ral­wasser entstehen. Ande­rer­seits kann sie Getränken auch durch Kohlen­di­oxid künst­lich zuge­führt werden.

Greift Kohlensäure den Zahnschmelz an?

Kohlen­säure hat einen leicht sauren pH-Wert, ist jedoch nicht stark genug, um den Zahn­schmelz deut­lich zu schä­digen. Durch Wärme und Bewe­gung im Mund entweicht außerdem ein Teil der Kohlen­säure schon nach kurzer Zeit wieder in Form von Gasbläs­chen, bevor sie unsere Beißer über­haupt errei­chen kann. So wird die Säure­wir­kung zusätz­lich verringert.

Proble­ma­tisch wird es erst bei aroma­ti­sierten Spru­del­ge­tränken wie

 

zum Beispiel Zitronen‑, Grape­fruit- und Beeren-Spru­del­wasser oder auch Soft­drinks wie Cola. Diese enthalten nämlich oft zusätz­liche Säuren wie Zitro­nen­säure oder Phos­phor­säure, welche zwar den Geschmack verstärken, aber gleich­zeitig auch den Zahn­schmelz angreifen und Karies begüns­tigen können.

Weiterhin enthalten diese Getränke neben den Säuren oft auch Zucker. Dadurch haben die Kari­es­bak­te­rien opti­male Bedin­gungen, freuen sich über das zucker­reiche Fest­mahl und bilden dabei weitere Säuren.

Tipps für gesunde Beißer

Glück­li­cher­weise hat unser Mund einen natür­li­chen Abwehr­me­cha­nismus gegen Säure­an­griffe parat – unseren Spei­chel. Sobald wir etwas essen oder trinken, wird der Spei­chel­fluss ange­regt und die Säuren in unserem Mund werden neutra­li­siert. Wenn Sie sich also hin und wieder ein Glas Limo gönnen, gleicht Ihr Spei­chel die säure­be­dingten Effekte meist schnell wieder aus.

Achten Sie am besten darauf, nicht ständig an einem Spru­del­ge­tränk zu nippen, sondern dieses in einem kürzeren Zeit­raum auszu­trinken, damit Ihre Beißer nicht dauer­haft einem Säure­film ausge­setzt sind. Sie können nach dem Spru­del­ge­nuss auch Ihren Mund mit einem Schluck stillem Wasser ausspülen oder ein paar Schlucke davon hinter­her­trinken, um die Säure­reste von Ihren Zähnen zu waschen.

Warten Sie nach dem Trinken außerdem mindes­tens 30 Minuten, bis Sie sich die Zähne putzen, da die Säure den Zahn­schmelz anrauen kann. Achten Sie allge­mein auf eine gründ­liche Zahn­pflege und denken Sie auch an die regel­mä­ßigen Kontroll­ter­mine bei Ihrem Zahn­arzt. Dieser kann früh­zeitig Zahn­schmelz­schäden und eine begin­nende Karies entde­cken und Maßnahmen ergreifen.

Weitere Tipps können Sie auch in unseren Blog-Beiträgen „Zahn­schmelz stärken – so geht’s!“ und „Tipps für eine zahn­freund­liche Ernäh­rung“ nach­lesen. Haben Sie weitere Fragen zum Thema oder möchten Sie gleich einen Termin verein­baren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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