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Toter Zahn: Ursachen, Symptome und Behandlung

Zahn­schmerzen können ganz schön aufs Gemüt schlagen – trotzdem: So lange der Beißer weh tut, ist er noch nicht abge­storben! Was Sie über einen toten Zahn wissen und wie Sie handeln sollten, erfahren Sie hier.

Nahaufnahme eines Lächelns mit sichtbaren Zähnen und blonden Haaren im Hintergrund. Was ist ein toter Zahn?

Die äußerste Schicht unserer Beißer, der Zahn­schmelz, ist die härteste Substanz unseres Körpers. Damit können unsere Zähne dem enormen Druck beim Abbeißen und Kauen stand­halten. Darunter liegt das knochen­ähn­liche Dentin, welches wiederum von der inneren weichen Pulpa, dem Zahn­mark, umgeben ist.

Dieses innere weiche Zahn­ge­webe mit seinen Blut­ge­fäßen und Nerven­bahnen versorgt den betrof­fenen Zahn norma­ler­weise mit lebens­not­wen­digen Nähr­stoffen. Bei einem toten Beißer ist das Zahn­mark nun abge­storben und kann seine wich­tige Arbeit nicht mehr leisten. In der Folge stirbt auch das Dentin ab. Mit der Zeit kann dann sogar der Zahn­schmelz brüchig werden und der Zahn ausfallen.

Ursachen für tote Beißer

Für das Absterben eines Zahnes kommen mehrere mögliche Ursa­chen infrage. So kann zum Beispiel eine fort­ge­schrit­tene Karies dahin­ter­ste­cken. Haben die Bakte­rien über tiefe Löcher die Pulpa erreicht, kann sich das darin befind­liche Gewebe entzünden und der Nerv abge­tötet werden.

Bei einer fort­ge­schrit­tenen Parodon­titis kann eben­falls eine Zahn­wur­zel­ent­zün­dung entstehen, die unbe­han­delt oder zu spät erkannt ein Absterben des Zahns verur­sa­chen kann.

Auch Verlet­zungen durch einen starken Schlag oder Unfall können dazu führen, dass ein Beißer beschä­digt wird oder abbricht. Dies kann die Blut­zu­fuhr zu den Blut­ge­fäßen im Zahn unter­bre­chen oder den Nerv direkt schä­digen und schließ­lich zum Absterben des Zahn­nervs führen.

Symptome: Wie äußert sich ein toter Zahn?

Oftmals gehen einem toten Zahn Entzün­dungen voraus, die häufig starke Schmerzen, Druck­emp­find­lich­keit und Schwel­lungen des Zahn­fleischs und im Mund­raum auslösen. Hören die Beschwerden plötz­lich auf, besteht jedoch kein Grund zur Freude. Die Ursache für die nach­las­senden Schmerzen ist nämlich meist ein abge­stor­bener Zahn­nerv, der keine Schmerz­si­gnale mehr weiter­leiten kann.

Tote Beißer können sich außerdem durch dunkle Verfär­bungen – bräun­lich, gräu­lich oder sogar schwarz – zeigen. Weiterhin kann der Zerfall im Inneren einen fauligen, unan­ge­nehmen Geruch aus dem Mund verur­sa­chen. Zusätz­lich kann im weiteren Verlauf die Zahn­struktur brüchig werden. Dadurch können Teile des Beißers abbrechen.

Wie wird ein toter Zahn behandelt?

Das Absterben der Zahn­sub­stanz verläuft schritt­weise. Wird die zugrun­de­lie­gende Entzün­dung früh­zeitig erkannt, kann der Prozess – je nachdem, wie weit das Gewebe bereits zerstört ist – manchmal aufge­halten und der Zahn noch recht­zeitig gerettet werden. Es ist darum ratsam, so früh wie möglich zum Zahn­arzt zu gehen, sobald Beschwerden auftreten.

Ist die Zahn­struktur noch intakt, kann eine Behand­lung des Wurzel­ka­nals durch­ge­führt werden. Dabei entfernt der Zahn­arzt das entzün­dete Gewebe, reinigt den Wurzel­kanal, desin­fi­ziert und versie­gelt ihn schließ­lich. Weitere Infor­ma­tionen hierzu finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag „Was ist eine Wurzel­be­hand­lung?“.

Der behan­delte Zahn kann später dann zum Beispiel noch gebleicht oder auch mit einer Krone oder einem soge­nannten Stift­zahn versorgt werden.

Kann der Arzt den Zahn nicht retten, muss er ihn entfernen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Beißer brüchig, locker oder dauer­haft infi­ziert ist. Die entstan­dene Lücke lässt sich später mit einer Brücke oder einem Implantat schließen. Ebenso besteht die Möglich­keit, einen heraus­nehm­baren Zahn­ersatz zu verwenden.

Ab zum Zahnarzt

Einen toten Zahn sollten Sie stets früh­zeitig zahn­ärzt­lich behan­deln lassen. Ansonsten können chro­ni­sche Entzün­dungen zu Kompli­ka­tionen wie dauer­haftem Mund­ge­ruch und Abszessen führen. Die Bakte­rien können sich weiterhin im Kiefer und im schlimmsten Fall im ganzen Körper ausbreiten und dort verschie­dene Folge­be­schwerden wie zum Beispiel Aller­gien, Haut­krank­heiten, rheu­ma­ti­sche Erkran­kungen, Schmerz­at­ta­cken, Entzün­dungen in einzelnen Organen, Konzen­tra­ti­ons­schwäche sowie chro­ni­sche Müdig­keit verur­sa­chen und Ihr Immun­system dauer­haft schwächen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema oder möchten Sie direkt einen Termin verein­baren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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